Auf dem Weg nach Nepal – Blog

Reibungsverluste

Ein dumpfer Schlag in die Magengrube, dieser Schreckmoment, als ich heute morgen in den Wäschetrockner fasse! Ein schwarzes, verschrumpeltes Bündel Etwas krümmt sich hinten in der glänzenden Trommel. Vorsichtig befreie ich das arme Ding von Baumwollsocken diverser Farbe und Größe, die sich in dem immensen Faltenwurf verfangen haben.
Ein erster, wager Verdacht beschleicht mich – der Blick ins Etikett bringt traurige Gewissheit: die neue Merino-Unterwäsche!

Merin-oWar das mal. Früher.

Bevor es einen energiesparenden Waschgang durch unsere (an die Solartherme angeschlossene) Waschmaschine hatte und bei mindestens 90 Grad gekocht und das letzte Fünkchen Leben durch permanente Heißluftzufuhr im Trockner aus dem wolligen Leib gedrungen wurde.

Alles, was ihr noch bevor stand – Nepal, die Chepang-Schule, Tage und Nächte auf Tuchfühlung mit dem Duft, der nach Freiheit und Abenteuer riecht – alles dahin. Zuende, bevor es begonnen hat…

Schatz, es tut mir leid…deine Wäsche…hat es nicht überlebt. Nur eine radikale Linsen- und Reisdiät kann euch jetzt noch irgendwie zusammen bringen. Oder Neuanschaffung…zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Etikettenbeschriftung und informieren Sie rechtzeitig Ihre wäschebeauftragte Ehefrau.

 

Bestandsaufnahme – Noch sechs Monate

Wow, in exakt sechs Monaten sind wir auf dem Weg in die Chepang-Schule. Sechs Stunden über Land auf Straßen, die hier bei uns wohl nicht als solche bezeichnet werden. Dann ein Wochenende als Gäste der Schule. Entschleunigte Akklimatisation.

Umpacken in Kathmandu und dann mit dem Flieger nach Lukla. Maximalgepäck 15kg. Ist das viel oder wenig? Zum Selbertragen zu viel und um sich 12 Tage im Himalayagebiet ausreichend zu kleiden zu wenig? Passt das alles in eine Duffelbag mit 90l? Höchste Zeit für eine Bestandsaufnahme, nachdem ich das Internet firmentechnisch durchkämmt habe und alle Lieferservices zwischenzeitlich den Weg zu meiner Haustüre auswendig kennen.

1.800g die Duffel, 1.300g die Wanderschuhe, 1.300g der Schlafsack, 590g die Wanderstöcke, 750g die dicke Daunenjacke, halt, wenn ich die anhabe, dann geht nur die Daunenweste mit 280g ins Gepäck. Dann die anti-odour-keep-you-warm-sex-appeal-Merinosachen…zwei Langarm, zwei Kurzarm, die lange Buxe, die kurzen Boxer, die Fleecehose für das gemütliche Zusammensein am Yakfeuer… gute 1.500g. Zwei Wanderhosen mit Gürtel 550g und die Merinosocken 350g, damit die Füße nur qualmen aber nicht riechen. Die Regenjacke 335g, die Sonnenbrille 80g und der Buff 35g.
Das macht 8.170g, d.h. zwei Drittel meines Gepäcks sind verbraten, wenn unser Träger für jeden von uns 12kg schultert. Microfaserhandtuch, Kulturbeutel, Taschenlampe, extra Schnürsenkel, Sonnenhut, Handschuhe, Sonnen- und Mückenschutz, Feuchttücher und Klopapaier…da sollten vier Kilo reichen, hoffe ich. Alles über 12kg geht in den Rucksack und muss selber getragen werden. Und in der sauerstoffarmen Luft und nach stundenlangem Trekking spürt man jedes Gramm, so sagen die, die schon mal da waren. Travel light ist die Devise. Auf meinem Merino-T-Shirt steht „I don’t know where I’m going but I’m on my way“ und das passt. In den zweiten sechs Monaten wird die Ausrüstung zum Einsatz kommen und für die Kilobeschränkungen weiter optimiert. Läuft…

Sherpa

Neben der Bevölkerungsgruppe der Chepang werden Klaus und ich noch mindestens eine Gruppe näher kennenlernen, die Sherpa. Vielleicht werden unser Führer und unser Träger Sherpa sein, und während der eine uns den Himalaya erklärt, trägt uns der andere täglich stundenlang 25kg in die Lodges voraus, und das fast zwei Wochen lang. Grund genug, das Internet mal nach Informationen über die Sherpa zu durchforsten.

Auf Wikipedia lernt man zunächst, dass die Sherpa vor ca. 500 Jahren aus dem Osten Tibets über den Nangpa La-Pass in die Solu-Khumbu Region im Himalaya einwanderten. Die 150.000 – 180.000 Sherpa leben heute noch in Clans und streng nach den Merkmalen Exogamie und Patrilinearität. Als Vorname wird gern der Wochentag verwendet, an dem man geboren wurde. Nachnamen sind eher ungebräuchlich, oft wird Sherpa als Nachname verwendet. Ab 1900 wurden Sherpa als Hochgebirgsträger für Himalayaexpeditionen angeheuert, der berühmteste Sherpa war und ist Tenzing Norgay Sherpa, dem 1953 zusammen mit Sir Edmund Hillary die Erstbesteigung des Mt. Everest gelang.

Die Sprache Sherpa wird nur gesprochen und nicht geschrieben…aber wie sollen wir dann wenigstens ein paar Brocken Sherpa lernen? An dieser Stelle verweist Wikipedia auf die Seiten Nepalresearch.org. oder Sherwa.de. Diese Seiten bieten zu jedem erdenklichen Thema Hintergrundinformationen zu Nepal und Sherpa und auf den Startseiten gibt es rechts und links jeweils ein (identisches) Lexikon Sherpa-German. In bestem Deutsch hat Lhakpa Doma Sherpa hier den Grundwortschatz und einfache Konversation zusammengetragen, nachdem sie in den Sechzigerjahren nach Bad Honnef auswanderte. Die Einleitung zum Volk der Sherpa ist unbedingt lesenswert.

Aha, die Sherpa nennen sich selbst Sherwa (shar-wa), was soviel wie „Leute aus dem Osten“ bedeutet. Es herrschen konkurrierende Meinungen darüber, in welche Schriftform Sherpa gebracht werden soll, um den Fortbestand der Sprache zu sichern. Die Sherpa-Elite plädiert für Tibetisch, die jüngere Generation für die Devanagari-Schrift. Ich kann weder noch, also steige ich gleich ein: Nye min Michael hin – Ich heiße Michael. En chesung – Ich bin müde (sicher wichtig!). Phoki katiki minti kangsi? – Wie heißt dieser Berg?

Wenn wir dann endlich mal unsere Schlafsäcke einweihen und es morgens ein Frühstück gibt, sage ich: Gaby sama simbu zonok – Gaby hat leckeres Essen gekocht. Für Klaus habe ich auch einen tollen Satz gefunden: Anggur sang dep gokiwi – Man sollte auch Weinstöcke anbauen. Unglaublich, was Lhakpa Doma Sherpa auf 182 Seiten alles gesammelt und geordnet hat. Thuche – Danke! Und ich habe auch erfahren, was Lhakpa bedeutet – Mittwoch.

Sehnsucht

Wir haben seit einem halben Jahr einen neuen Pfarrer in unserer Kirchengemeinde, der in vielen bisherigen Beiträgen oder Verkündigungen die Sehnsucht als Leitmotiv in den Vordergrund gestellt hat. Ja, das ist es. Im Alltag funktioniere ich, aber Sehnsucht speist sich aus anderen Quellen. Ich will hier keine Predigt halten, aber ich finde, es muss immer etwas geben, was über den platten Alltag hinausreicht. Was einen daran erinnert, dass wir keine Roboter, sondern Menschen sind, die nur deshalb nicht von der Evolution verschluckt wurden, weil wir buchstäblich fähig sind, über den Kirchturm hinauszudenken. Das schreibe ich mit einer besonderen Betonung an dem Tag, an dem die Zeitungen voll sind mit Berichten über den berühmtesten Gelehrten unserer Zeit, Stephen Hawking. Ich verneige mich in Ehrfurcht vor seinem Denken, Wirken und Leben!

Ich darf mich glücklich schätzen, zu den 10% der Weltbevölkerung zu gehören, für die nicht Lebenserhaltung im Vordergrund steht, sondern Lebensverwirklichung. Und die das seltene Glück haben, sich zu denen zu zählen, die über den Kirchturm hinaus denken und zum Beispiel im Herbst 2018 nach Nepal zum Trekking fahren dürfen. Ich freue mich darauf! Es wird meine Lebenserinnerungen prägen, und es wird der Moment sein, an dem ich mich einmal mehr darüber freue, allen Schweinehunden dieser Welt, besonders dem eigenen inneren, die Stirn geboten zu haben! Dem Leben ein Schnippchen schlagen, das wird es und so wird es sein!

 

 

Heute zwischen 16 und 17 Uhr …

… fiel ich nach einer anstrengenden 8-stündigen Dienstreise ins heimische Bett und in einen Halbschlaf, der mir zum ersten Mal seit Wochen wieder das Gefühl vermittelte, dass es so etwas wie Aussteigen aus dem Hamsterrad der Alltagserledigungen gibt. Und wie (gut) sich das anfühlt.

Nepal ab 10.10.2018, das wird die tausend%ige Steigerung  dieses Gefühls … das gnadenlose Ausbremsen des Hamsterrads und die Entdeckung der Langsamkeit. Kombiniert mit minimalistischen Zielen wie: einfach mal einen Tag lang auf 4.000m akklimatisieren, um Körper und Geist an die Höhe und überhaupt an die veränderten Lebensumstände zu gewöhnen. In Guatemala hab‘ ich vor 27 Jahren ‚mal 8 Stunden an einer Haltestelle auf einen Bus gewartet. Im übertragenen Sinne könnte das an einzelnen Tagen der anstehenden Reise wieder so werden … und ich genieße allein die Vorahnung davon. Und vor allem auch die Vorstellung, mit Michele diese Zeit zu verbringen. Bis dahin hab‘ ich zu ihm aufgeschlossen bin ich auch ein „silver ager“ :-), ein member of generation 50+, der in die vermutlich spannendste Dekade seines Lebens eintritt, so Gott will und die Gesundheit anhält.

216 Tage bis Abflug …

Was sonst noch zählt …

Es sollte wieder eine Woche der Nepal-Vorfreude werden. Und es wurde … immerhin das Anschauen der Film-Doku über das Volk der Chepang, die Michele in seinem Blogbeitrag empfohlen hatte. Ja, sehr sehenswert, danke für den Tipp, Michele! Welche Dimensionen liegen zwischen meinem Knabbermix- und Trollinger-Abend und dem nepalesischen Familien-Elternpaar von sieben Kindern, das in der Lehmhütte im abgelegenen Bergland von Nepal um die tägliche Schale Reis für ihre Familie kämpft.

Ansonsten wieder eine Woche nach dem Motto, es gibt ein Hier und Jetzt, mit spannenden Aufgaben im häuslichen Bereich. Und den entscheidenden Fragen dazu: Ein Beispiel: Haben Marder in unserem Garagendach ein Existenzrecht, auch wenn deren Fäkalien bereits unsere Wand zwischen Garagendach und Haus hinunterlaufen? Ich kenne die Antwort, aber ich darf sie nicht aufschreiben … Und wie schön können stundenlange abendliche Innenausbau-Arbeiten an Gabys Verkaufswagen bei -7 Grad Außentemperatur sein … das Erlebnis dazu war immerhin, heute auf einer Durchreise in Nürtingen noch einen Feuerwehr-Zugwagen für den Verkaufswagen anzuschauen … Gaby wurde nicht müde zu sagen, nur anschauen, nicht kaufen … Näheres später 🙂 …

Und für die treuen Leser/-innen dieses Blog sei gesagt, das geplante Probeliegen mit den Schlafsäcken am letzten Wochenende bei authentischen Temperaturen im Partyraum außen am Haus fand wegen Krankheit nicht statt … Wiederholung in den verbleibenden Wintertagen gerne … wenn nur nicht der „zarte“ Duft der Marderaktivitäten den Partyraum durchziehen würde … gibt’s eigentlich Marder in Nepal?

 

 

 

 

 

 

 

Everest Base Camp Duffel

B7FCC885-314A-40AC-8E3D-8E5053D91394Nein, wir gehen nicht auf den Mt. Everest. Wir gehen auch nicht bis ins Base Camp. Wir bleiben auf unserer Khumbu-Tour im Dreieck Namche Bazaar-Thame-Tengboche/ Dingboche, wo es meist eine einfache, aber eben doch noch eine Infrastruktur gibt (oder geben soll, was weiß ich schon?).

Klar, der Mt. Everest hat seinen Reiz und der gleichnamige Film von 2015 zeigt in tollen Bildern, welches Suchtpotential der Everest hat und welche Gefahren eine 4C25FC97-398E-4784-855C-2B2286B0C2CFBesteigung birgt, heute noch genauso wie im filmisch umgesetzten Katastrophenjahr 1996. Die ersten Minuten des Films sind wie ein Schnelldurchlauf unserer Tour. Ankunft in Kathmandu, Flug nach Lukla, die Hillary-Brücke, die Ankunft in Namche, der Besuch im Kloster Tengboche…und immer mal wieder ein Blick auf den Mt. Everest.

Das Verlangen, den Mt. Everest zu bezwingen oder ihm ganz nahe zu sein, hat sich zwar durch diesen Film nicht verstärkt, aber den produktplatzierenden Marketingstrategen bin ich doch auf den Leim gegangen. F0E834ED-2853-4695-B151-2866BB44D6FCDie Ausrüstung für einen Trek im Himalaya muss in eine Duffel-Tasche. Davon gibt es viele, Helly Hansen, Patagonia, The friendly Swede usw. Sogar unsere Reiseagentur bietet eine Duffel an.

Und dennoch gibt es eine Marke, die ihre Duffel eben nach dem Mt. Everest benennt und damit natürlich impliziert, für etwas ganz Großes zu taugen. Die Duffel-Tasche hat ihren Namen von der belgischen Stadt Duffel, deren Textilindustrie einst einen schweren Wollstoff für Armeemäntel und Seesäcke herstellte. Heute sind die Taschen gefühlt aus LKW-Plane, farbenfroh, wasserdicht, strapazierfähig und in unterschiedlichen Größen erhältlich. 589A963A-B785-4B0A-8BD8-988703238C60

Und damit beginnt Phase 2 der Vorbereitungen, denn ab heute gibt es neben der Gepäckbeschränkung in Kilogramm noch eine in Liter. Aber das ist ein Thema für einen weiteren Blog. Denn alles, was in diese The North Face Everest Base Camp Duffel nicht passt, bleibt hier.

Probeliegen

Je intensiver eine typische Arbeits- und Alltagswoche eines deutschen Sherpas wie mir voranschreitet, desto intensiver entstehen die Gedanken an das bevorstehende, im ersten geistigen Angesicht als frei daherkommende Wochenende. Jetzt aber echt mal … ausbrechen … und erleben statt erledigen … und so.

Dann der Theorie-Praxis-Transfer: Ich frag‘ Michele, ob er mit mir von Samstag auf Sonntag draußen vor dem Haus im Wohnwagen bei … na ja, so … 0 Grad im Schlafsack und auf Schaumstoffmatratzen übernachtet. Eben so wie in den Lodges in Nepal auf 4.400m im Oktober. Er so, und ich hör‘ den tiefen Seufzer durch den Social Media Kanal: Ich werd‘ mich dieser Idee ergebnisoffen annähern. Ich so: Ich leg‘ einen drauf: Typisch nepalesisches Frühstück am Sonntag morgen. Reis und Linsen, rote, gelbe, schwarze. Er so, und das heute abend, so kurz vor dem point of no return, „ich huste“ … Ich so, oh nein … Wir könnten echt eine Challenge daraus machen, er mit seinem 2018er-X-treme-Polar-Schlafsack-Teil und (ich wette) schon gekaufter Merino-Unterwäsche gegen mein 80er-Retro-Exemplar, höchstens mit Retro-Trainingshose, nach dem Motto, wer friert (als erster) … Michele meint, wenn mein Schlafsack schon keine Komfort-Zonen-Definition am Etikett hat (hat er nicht), dann sollte er doch wenigstens 500 – 700 cuin haben. Whatever it is, aber die erhoffte empirische Studie hätte es belegen können. Nun, ich bin gespannt, morgen ist erst Freitag, und wie schnell kann ein Husten vergehen …

Chepang

Gibt man auf Google Chepang ein, bietet die Suchmaschine zuerst die Dokumentation „Chepang-Nepals vergessene Ureinwohner“ in der 3sat bzw. ZDF-Mediathek an. Diese sehenswerten 30 Minuten über die Arbeit von Daniela Jährig und Steffen Schöley, den Initiatoren von LiScha Himalaya e.V., zeigen eindrucksvoll die Lebensumstände der Chepang, die vor gut 50 Jahren in die Region Kankada zwangsumgesiedelt wurden. Die dazugehörige Internetseite bietet Hintergrundinformationen und beeindruckende Bilder vom Volk der Chepang.

LiScha Himalaya folgt bei den Treffern zu Chepang gleich hinter der englischen Wikipediaseite, die allerdings wenig Neues bietet.

Danach kommen die Treffer zu Chepang, einer nepalesischen Metalband, die sich dem Grindcore verschrie(be)n hat. Die angebotenen Snippets dieser Band sind laut, mäßig melodiös und der Gesang ist wie für Grindcore typisch bis zur Unkenntlichkeit verfremdet. Eine internationale Fangemeinde scheint diese Band aber zu haben…auch wenn ich nicht dazu gehören werde.

Die Deutsche Welle brachte 2015 ein Interview mit der deutschen Kulturwissenschaftsstudentin Milena Rabe, die zur Zeit des Erdbebens die Navodaya-Schule besuchte. Sie war dort, wo wir im Oktober sein werden.

Unsere Internetseite der katholischen Kirchengemeinde Heilig-Geist, die mit der Navodaya-Schule direkt verlinkt ist, kommt gleich nach der Deutschen Welle und schafft es zum Thema Chepang auf die erste Seite von Google! Das ist schön und auch ein wenig beeindruckend, es zeigt aber auch, dass das Schicksal der Chepang im großen Weltengefüge ein Schattendasein fristet. Umso wichtiger, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten die Navodaya-Schule weiter unterstützen und somit jährlich über 200 Kindern einen Schulbesuch ermöglichen.

Navodaya School

 

Kleine Schritte

… der Erkenntnis, der Vorbereitung und auch des Umblätterns eines weiteren Kalenderblatts im Hinblick auf unsere Nepal-Trekking-Tour. Noch 251 Tage …

Ein Schritt der Erkenntnis: Eine sehenswerte Dokumentation auf Arte vom letzten Samstag über den „gefährlichen Weg zum Mount Everest“, abrufbar auch über die Mediathek

https://www.arte.tv/de/videos/070801-000-A/der-gefaehrliche-weg-zum-mount-everest/

Die Erkenntnis ist: Wie gut, dass wir uns gegen das Basislager und für die „Khumbu-Tour“ rund um oder entlang des Mount Everest entschieden haben. Denn, was für eine Personal- und Materialschlacht in den verschiedenen Basislagern! 6 Chinesen, die auf den Gipfel des Mount Everest wollen, beanspruchen neben Yak-Lasttieren und tonnenweise Material auch 60 (!) Mann Expeditionsteam (Sherpas, Orga, Logistik) … was‘ ein Wahnsinn. Und von Tibet aus kann man mit dem Bus bis ins erste Basislager auf 5.400m fahren …

Ein Schritt der Vorbereitung: Ich hab‘ heute meinen Reisepass bekommen (Michele, durchatmen … 🙂 ).

Ein Schritt in Form des Umblätterns eines weiteren Kalenderblatts: Es ist das vierte, seit Michele und ich den Entschluss zu dieser Reise gefasst haben. Es ist jetzt Februar, und wenn auch das manchmal schwer erträgliche Grau-in-Grau dieses Winters die Emotionen unter Verschluss hält, so blitzen sie in Augenblicken des Tages und der Wochen immer wieder durch. Es gibt ihn und er lebt fort, der Traum von dieser Nepal-Reise. Und der Traum von einem grandiosen und so grenzenlos anderen Landschaftserlebnis abseits der Alltags-Erledigungsmühle … mit einem besten Freund als Reisepartner … es war und ist eine gute Entscheidung!