Ein Zwischenfazit 21.10.18

Heute ist Sonntag, 21. Oktober, Halbzeit. Wir sind in Thame, das wir nach vier Stunden von Namche aus durch das Bhote Kosi Tal erreicht haben. Eine leichte bis mittlere Tour durch den Wald, durch ein paar kleine Dörfer am Fluss Bhote Kosi entlang. Und eine ruhige Tour nach dem hektischen Treiben in und um Namche. Aber auch eine Tour ohne große Höhepunkte, bis auf den Blick von Thame zurück auf den Thamserku und den ganz spitzen Gipfel Charpatey links davon vielleicht. Der Besuch des Klosters Thame mit seiner bunten, altehrwürdigen Gebetshalle entschädigt für den letzten Anstieg.

Meine drei Ziele für diese Reise sind schon erreicht. Ich wollte die Chepang-Schule besuchen, ich wollte nach Namche Bazar und wollte den Mt. Everest sehen. Alles was jetzt noch kommt ist Bonus, aber eben Bonus, der für den Erfolg der Reise nicht mehr ausschlaggebend ist. Ich kann mir vorstellen, dass die Motivation am Ende der Trekkingwoche nachlässt, weil eben die Höhepunkte schon abgearbeitet sind, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Vielleicht bietet Tengboche noch etwas.

Ich freue mich über das Erreichte, über den Trip nach Lukla, über meine Ausrüstung, die perfekt passt und funktioniert, über die vielen internationalen Kontakte und Bekanntschaften, die einem für Minuten, Stunden oder gar für einen ganzen Tag vergegenwärtigen, dass eine solche Reise durchaus ein Privileg ist und man für diesen Zeitraum zu einem erlauchten Kreis gehört. 

Ich kann auch gerade noch so damit leben, dass die Hotels, Lodges und Gästehäuser so komfortabel bzw. so unkomfortabel sind, wie erwartet. Das Klo auf dem Gang, die kahlen, hellhörigen Holzwände, das eiskalte Wasser aus Plastikeimern usw., das alles ist für 10-12 Tage auszuhalten, schließlich sind wir in Nepal. 

Leider war bisher jeder Tag ab 14 Uhr wolkenverhangen und versagte uns immer das Panorama bei Ankunft. Dabei wäre mir ein Blick auf das Dach der Welt als Belohnung der morgendlichen Anstrengung wichtig. Die vielgepriesenen Sonnenuntergänge finden dieses Jahr woanders und ohne uns statt. Mit den Wolken sinkt die Temperatur sofort und es ist dann schlagartig kalt. Eine gemütliche Regeneration ist in den Lodges kaum möglich und ich muss sagen, das zehrt am Gemüt.

Was fehlt? Ich habe unzählige Maniräder gedreht „to purify your soul“ und bin an vielen Manisteinen und Chorten links herumgegangen, aber die geistige Erneuerung blieb bisher aus. Ich hatte mir vorgestellt, dass Nepal etwas mit mir macht, mir einen Geistesblitz schickt oder eine ungestellte Frage beantwortet, aber bis dato bin ich einfach nur beim Trekken. Ein Amerikaner, der seit 22 Jahren in Kathmandu lebt, sagte in Thame: „For Nepali walking for hours is their way of life“. Meiner eher nicht. Aber eine Woche habe ich ja noch…

Blick auf Berge und Bäuche

Tag 10: Akklimatisierungstag Namche Bazar 20.10.2018

Heute steht das auf dem Plan, worauf ich bei den Alpen-Touren in meinem Leben nie geachtet hatte und was mich auf meiner Mt. Blanc-Tour vor gut 25 Jahren mit der berüchtigten „altitude sickness“ erwischte: Akklimatisierung. Alle 600 Höhenmeter wenigstens ein Tag, lautet hier die Empfehlung. Konkret heißt das, sich auf und in der Höhe zu bewegen. Wir tun, was gefühlt alle tun und bewegen uns in einem lückenlosen Menschenstrom von Akklimatisierern steil bergauf. Soviel zum Thema „in der Höhe“… Ziel ist das „Everest View Hotel“ in 3.800m Höhe. Japaner haben es gebaut, weiß Michele, mit eigenem Heli-Landeplatz, weil es eine erschreckend große Zahl von Menschen gibt, für die Höhenkrankheit entweder etwas für das Warmduscher-Fußvolk ist oder der Meinung sind, dass sich die Grenzen des Körpers mit den Mitteln der Pharma-Industrie überwinden lassen.

Während des kräftezehrenden Aufstiegs (und später Abstiegs) sind wir irgend etwas zwischen erstaunt und erschrocken, Tendenz erschrocken. Wer sich hier alles hinaufquält! Gegen viele gehen wir locker als superschlank durch! Den Tiefpunkt markiert eine Gruppe englischsprechender Landsleute, die sich vor lauter Überlastung – wenn überhaupt nur noch heiser verständigen können. Ihre „Everest Base Camp Tour 2018“-T-Shirts wirken auf den Bäuchen deplatziert – unglaublich, wie sie das auf 5.300m schaffen wollen! Es wirkt in diesem Moment irgendwie…verantwortungslos auf uns.

Denkmal 1

Aber zurück zu den schönen Momenten des Tages! Erschöpft erreichen wir den Aussichtspunkt und …bleiben mit geöffneten Mündern stehen. Michele breitet die Arme aus: Gigantisch!

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Vor uns steht, wolkenlos und in glänzender Morgensonne, das ersehnte Bergmassiv, aus dem in der Mitte Mt. Everest und Lhotse herausragen! Es dauert lange, bis wir uns finden, und ich nutze den Moment, um meine mitgebrachten Steinheimer Geologenknacker zusammen mit Michele, Pemba und mir ins fotografische Licht Richtung Mt. Everest zu rücken und anschließend zu verspeisen.

Anschließend reihen wir uns in den Menschenstrom zurück und bergab nach Namche ein. Von dort aus besuchen wir auf einer Anhöhe das Denkmal von Tenzing Norgay Sherpa, dem ersten Menschen, der sich zusammen mit Edmund Hillary 1953 den Mt. Everest „summitted“ hat. Ein Besuch im benachbarten Sherpa-Museum vermittelt zwar keinen neuen Gefühlskick, aber davon hatten wir heute eh schon genug.

Denkmal 2

 

Namche Bazar 19.10.18

Seit ich begann diese Reise zu planen, war Namche Bazar immer im Mittelpunkt. Die Hauptstadt der Sherpas, dieses bunte Amphittheater im Himalaya, übt einen ganz eigenen, besonderen Reiz aus.

Wir machen uns nach einer saukalten Nacht, in einer saukalten, ungemütlichen Lodge in Phaking um 7.00h auf den Weg. Nach 10 Minuten kommt die erste Hängebrücke des Tages über den Fluss Dudh Kosi. Oben kommt langsam die Sonne über die Berge. Wir laufen relativ unspektakulär am Fluss entlang bis der Himalya zum ersten Mal Hallo sagt. Nach Benkar geht es einige richtig mistige Stufen bis nach Monjo hoch, wo wir die Trekking Permits für den Sagarmatha Nationalpark bekommen. 

Es folgt der Abstieg in den Park und danach wieder eine Hängebrücke. Die Stahlseilkonstruktionen machen einen beruhigenden Eindruck und der Boden aus Stahlschienen wirkt solide, gibt aber durch die Ritzen leider den Blick nach unten frei. Rechts und links an den Seiten gibt es Maschendrahtzaun, der bis an die oberen Seile reicht…oder eben nicht! Manchmal zu, manchmal offen und manchmal fehlt ein Stück. Vielleicht nicht so groß, dass ein Mann meiner Statur durchpasst, aber wo sind TÜV und Arbeitssicherheit, wenn manN sie mal braucht?

Wir essen in Jorsalle zu Mittag, um Kraft für den Anstieg nach Namche zu tanken. Es folgt wieder eine Hängebrücke, die wie jede Hängebrücke immer leicht wippt. Es laufen nicht alle im gleichen Schritt oder Rhythmus und das bedeutet, dass bei meinen Schritten der Boden entweder zu früh da ist oder später als erwartet, was jedes Mal eine Schrecksekunde bedeutet. Am Ende der Brücke fragt mich eine Engländerin: „You okay?“. Ich sage ihr, dass diese Dinger nicht meine Freunde sind und sie antwortet: „Oh, I hate them with a passion. Did they tell you about the last one before Namche?“. Ich nicke. „That‘s a real bastard. I almost crawled on that thing“. Na, prima.

Ich weiß von dieser Brücke und finde die Sequenz im Everestfilm toll, aber als sie kurze Zeit später auftaucht, rutscht mir fast das Herz in die Hose. Ein schreckliches Teil. Ich frage Pemba, ob wir nicht die untere Brücke nehmen könnten, aber er lächelt nur: „Lower bridge closed. We take upper bridge, is a shortcut“. Nie im Leben war mir eine Abkürzung mehr egal. Wir verlassen das Flusstal und steigen auf. Ein Schild auf Nepali verrät sicher die Details der Brücke und preist die Ingenieursleistung, aber ich bin nur froh, dass ich es nicht lesen kann. Oben angekommen hängt dieses Ding und ich bitte Pemba vor mir zu gehen. Ich ziehe links einen Handschuh an mit dem ich mich am Seil halte und lege meine rechte Hand auf seinen Rucksack. So überqueren wir in vielleicht 20 Sekunden gemeinsam dieses Scheißding. Das rot-schwarze Mammutlogo seines Rucksacks ist mein Fixpunkt, etwas anderes sehe ich nicht. Wenn es bei dieser Reise auch darum ging, persönliche Grenzen zu verschieben und die Komfortzone zu verlassen, dann war ich bei dieser Brücke genau richtig. 

Was folgt ist ein kräftezehrender, endlos wirkender Aufstieg nach Namche auf einem staubigen Weg durch den Wald. Alles, was es in Namche zu essen, trinken und kaufen gibt, muss hier hoch. Dementsprechend ist viel Betrieb. Touristen wechseln sich mit Yaks und Trägern ab. Einer bleibt mir im Gedächtnis, ein kleiner, dürrer, alter Nepali, der Knoblauch und Zwiebeln nach oben schleppt. Pemba frägt ihn nach dem Gewicht des Korbes und er antwortet auf Nepali 80kg.

Um 14.00h sind wir am Checkpost vor Namche und um 14.30h betreten wir die Stadt. Sechseinhalb Stunden waren wir unterwegs und 800 Höhenmeter haben wir gemacht und jetzt heißen uns die Gompa, die Statue von Pasang Lamu Sherpa, der ersten Nepalifrau auf dem Everest, und bunte, große Maniräder willkommen. So ungefähr habe ich es mir vorgestellt. Wir sind in Namche Bazar auf 3.400m. Wenn die Reise hier zu Ende wäre, dann hätte sie sich schon gelohnt!

Nepal, 12 points!

Mittlerweile wandern unsere Männer irgendwo im Himalaya-Gebirge zwischen Lukla und Dengboche.

Es ist kalt, die Aufstiege sind hart, und sie kämpfen…

Klaus habe ich schon Tage vorher versprochen, seinen Blogbeitrag von Lukla online zustellen. Wo sind wir stehen geblieben…? Ahja, Tag 8:

 

Nach überrasschend gut geschlafener Nacht stehen wir bei Tagesanbruch um 6 Uhr auf, um einen wolkenfreien klaren Blick auf die eindrucksvolle Bergwelt rund um Lukla zu werfen. Wir gehen zum Flugplatz, direkt neben der Unterkunft.

Was für ein top organisiertes und reges Treiben! Der gefährlichste Flughafen der Welt mit atemberaubend kurzer Start- und Landebahn von 527m Länge hat nach zwei kompletten wetterbedingten „close“-Tagen wieder geöffnet. Ein Passagierstau von drei Tagen sowohl in Kathmandu als auch in Lukla muss eilig aufgelöst werden, solange das Wetter hält. Jetzt ist „full energy“ angesagt!

Ab 6:15 Uhr fliegen die bestausgebildetsten Piloten der Welt in 5-minütiger Abfolge nur auf Sicht den kleinen bergaufführenden Flugplatz an, setzen metergenau über der Klippe am Beginn der Landebahn auf, stellen die Propeller mit ohrenbetäubendem Lärm auf eine Art Turbo-Bremswirkung und scheren mit nervenaufreibender Präzision 10 Meter vor dem Ende der Landebahn (vor einer Felswand) auf die kleine Parkfläche für vier Flugzeuge ein.

Dann ein Spektakel von 5 Minuten Dauer: 18 Passagiere raus, 18-mal Gepäck raus, 18 Passagiere rein, Gepäck rein und weg. Gefühlt haben die Passagiere kaum Zeit sich anzuschnallen, die Propeller werden nicht einmal ausgeschaltet. Wow! Nepal, 12 points…

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Da unser Gepäck am Vortag in Kathmandu verblieb, müssen wir bis 10 Uhr warten und begeben uns dann auf den Weg zu unserem ersten Tagesziel Phakding. Bemerkenswert ist hier vor allem Prem, unser Träger, der barfuß und in Badeschlappen 30 kg Gepäck in einer Geschwindigkeit zum Ziel trägt, die uns buchstäblich alt aussehen lässt. Nepal, 12 points…

Zufrieden, dass wir nun endlich mit voller Ausrüstung unterwegs sind, erreichen wir am Nachmittag Phakding. Und freuen uns auf eine Nacht im warmen Schlafsack.

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Dhanyabaad, Dave!

Tag 7:

Heute ist der Tag, um „Danke“ zu sagen. Unter anderem diesem wunderbaren Mann.

Dave

Sein Name ist Capt. Dave Peel.

Warum? Unsere Männer sind zu früher Morgenstunde aus dem Bett und an den Flughafen in Kathmandu gekommen. Prepared for a great flight to Lukla – Merino am Hintern und Buff am Hals, den Rucksack gepackt für die Great Khumbu-Tour.

Am Flughafen dann die erste schlechte Nachricht: Der Flughafen Lukla ist gesperrt – wegen schlechtem Wetter und schlechter Sicht. Also warten…auf besseres Wetter, auf den nächsten Flieger, auf neue Informationen. Ich gieße mir eine Tasse Kaffee ein. Es vergehen ein paar Stunden. Das Wetter scheint sich für diesen Tag nicht ändern zu wollen. Der Menschenauflauf am Flughafen wird größer. Die Männer ungeduldig. Sie wollen nach Lukla. Heute.

Habe ich schon erwähnt, dass Lukla der gefährlichste Flughafen der Welt ist? Nein? Die äußerst kurze Landebahn hat zwei natürliche Grenzen: eine Felsschlucht vor der Landebahn und eine Felsfront direkt dahinter. Vielleicht ist es das, was mich nervös macht. Ich finde, eine weitere Nacht im Hotel Moonlight eine denkbare Alternative und beiße von meiner Pausen-Brezel. Nicht für die Männer. Für die geplante erste Etappe mit 4 Stunden Laufzeit wird die Zeit eng. Ich versuche im Büro, nicht unruhig zu wirken.

Die nächste Nachricht aus Nepal: Ein Helicopter-Flug kann Abhilfe schaffen. Sie steigen ein.

Aber nein! Der Hubschrauber ist kaputt und bedarf erst einer Reparatur. „Vielleicht doch ins Hotel…?“, frage ich vorsichtig über den Zwitscher-Funk an. Nein, sie warten auf den nächsten Heli. Der ist – auch kaputt. Selbst das stimmt unsere Männer nicht zum Bleiben. Unentmutigt verharren sie eine weitere Stunde in Gartenstühlen sitzend auf der Landebahn. Sie wirken zuversichtlich und schicken hoffnungsvolle Bilder vom Flughafen. Ich bekomme hektische Flecken.

Zuversicht

Doch Rettung naht: Dave! Er ist Pilot und hat einen Hubschrauber, der geht! Ich bin mir nicht sicher, ob ich erleichtert sein soll. Für kurze Zeit ist der Flughafen auf…! Also nichts wie los! Das Gepäck muss zurück bleiben – zu schwer. Noch während sie in der Luft sind, wird der Flughafen wieder geschlossen. Ich habe Herzrasen. Es folgen bange Minuten der Ungewissheit. Ich starre auf mein Handy. Das Essen brennt rein. Dann endlich die erlösende Nachricht: Alles gut gegangen! Lukla erreicht! Für eine Nacht Unterkunft gefunden. Morgen kann es losgehen, mit der Great Khumbu-Tour. Ich schenke mir einen Schnaps ein.

Gott sei Dank. Und Mr. Dave Peel.

Mehr über Dave…

Unser Weg nach Lukla oder am Ende wird es gut

Klaus und ich wachen vor dem Weckruf (3.45h) auf. Die Nacht vor dem Abflug war unruhiger als erwartet. Wir packen unser Zeugs, schlüpfen in die Merinosachen und sind um 4.30h in der Hotelrezeption. Die Taschen und Rücksäcke legen wir auf die Waage, Übergepäck ohne Ende. Einiges bleibt im Hotel, anderes geht ins Handgepäck und wir hoffen am Flughafen auf ein mildes Urteil. Noch eine schnelle Tasse Tee, denn um 4.45h kommen Mane und Pemba, um uns zu verabschieden bzw. mit uns zum Flughafen zu fahren. Um 5.15h sind wir eingescheckt und die paar Kilo mehr hat man kommentarlos durchgeschoben… bis auf den Rucksack von Klaus, der nicht in die Kabine darf, sondern mit den Taschen mitmuss. Sabei tik chhaa, alles klar.

Um 6.15h fliegt aber niemand nach Lukla, weil sich der Nebel vom Vortag noch nicht verzogen hat. Doch um 8.30h sitzen wir im Bus, die Sonne scheint und die zweimotorige Maschine der Summit Air glänzt auf dem Rollfeld. Wir sind Flug 501, die Nummer 2 heute. Flug 301 darf zuerst, der Bus steht ein paar Meter weiter, vor der zweiten Summit Air Maschine. Unser Pilot steht lässig mit Sonnenbrille vor unserem Flieger mit der Kennung 9AN-AMG und der Batterieschlauch hängt am Flieger.

Ein wichtiger Mann mit Schutzweste verkreuzt plötzlich die Arme vor dem Kopf und ruft in den Bus: „Lukla Airport closed! Back to Terminal“. Beide Busse müssen zurück. Fast.

Charlotte, eine Holländerin bei uns im Bus, erzählt von der deutschen Miriam, die seit zwei Tagen im Terminal hockt, weil Lukla dicht ist. Wir treffen Miriam im Terminal. Sie bewahrt Fassung, ist aber merklich angefressen und denkt darüber nach, ihren Trek nicht zu machen. Doch die Stimme aus dem Lautsprecher vermeldet, dass um 11 Uhr für alle Flüge nach Lukla ein zweiter Anlauf unternommen wird. Gut so. Um 10.40h melden sich zuerst Mane und dann Ines, um die Möglichkeit eines Helikopterfluges für 180 Euro pro Person auszuloten. Lukla ist Lukla und wir kämen sonst eventuell nicht weg. Ich will den Zirkus mit einer weiteren Nacht in Kathmandu nicht machen, sondern nach Lukla. Klaus nickt und so gehen zwei bzw. drei optionale Sitzplätze im Hubschrauber an uns.

Um 11.00h stehen wir erneut vor der Maschine. Die Stimmung im Bus ist blendend. Wir sehen wie Flug 301 neben uns boardet und die Maschine gen Lukla abhebt. Na also, geht doch. Pembas Handy klingelt und er bekommt die Nachricht, dass ein Flieger aus Phablu in Lukla gelandet ist. Janiv aus den USA schaltet sich in die Diskussion ein, sein Guide in Lukla meldet schönes Wetter. Der Bus jubelt „Good Karma“ und „Positive Energy“. Wir frotzeln mit Pemba „Flighttime 6.15h plus five hours“, aber er kontert locker „6.15h Nepali time“. Gelächter im Bus.

Da taucht der wichtige Mann mit der Schutzweste auf und verkreuzt die Arme: „Lukla Airport closed. Flight 301 will return. Back to Terminal“.

Pemba telefoniert wie wild, auch weil wir ihn gebeten haben, den Heliflug für Charlotte zu checken. Das klappt und so stehen wir um 14 Uhr mit unserem Gepäck vor dem Helibüro und treffen Janiv und Gidi, den anderen Israeli, aus dem Bus. Sie haben die Plätze 5 und 6 und wollen auch heute noch nach Lukla. Der Abflug ist für circa 16.00h vorgesehen und Pemba empfiehlt Lunch im Flughafenrestaurant im ersten Stock, das wir durch einen unscheinbaren Treppenaufgang erreichen. Aber, wie könnte es an einem solchen Tag sein: „No lunch after 2pm“. Wir bleiben dennoch sitzen und Klaus schmeißt eine Runde Müsliriegel und Mannerschnitten aus seiner Vesperdose. Janiv packt eine Khumbukarte aus und wir erklären uns gegenseitig unsere Touren. Everest Base Camp gewinnt deutlich. Charlotte will danach noch eine Gruppe erwischen, die auf den Island Peak will, Respekt. 

Ab 15.15h beginnt die Wiegerei, weil die maximale Zuladung an Personen des Helis 450kg beträgt. Gidi, Klaus und ich schießen den Pfeil der Waage locker auf über 100kg, allerdings mit Rucksack und in voller Montur. Die Nepali schwanken zwischen belustigt und erschüttert. Pemba schafft es mit Rucksack gerade mal auf knapp 70kg und meint: „Not good when high weight“. Recht hat er. Bleiben um die 50kg für Charlotte, die sie aber mit Rucksack locker reißt. Der Büromanager ordnet an, die Gruppe auf zwei Helis zu verteilen und Klaus macht sich mit Teilen des Gepäcks auf den Weg – „See you in Lukla“. Der Rest der Gruppe verlässt 20 Minuten später das Terminal und trifft Klaus im Bus! „Der Pilot wollte auf einmal nicht mehr fliegen?!“.

Wir fahren zum Heliport, der hinter der Landebahn liegt. Es ist kurz vor 16.00h. In 90 Minuten ist dunkel, dann fliegt nichts mehr. Nur mit unserem Handgepäck laufen wir zum Heli von Eric „Riddler“ Ridlington und werden ermahnt uns dem Heli nur von vorne zu nähern, da beide Rotoren schon laufen. Charlotte und Pempa dürfen vorne sitzen, wir vier Männer hinten „for balance reasons“. Schönen Dank auch. Angeschnallt warten wir bis der Heli abhebt, was er nicht tut, weil dem Riddler ein Hydrauliklämpchen nicht gefällt. Wir müssen raus und setzen uns vor den Bürocontainer. Die Stimmung ist gut, obwohl wir alle seit über 12 Stunden auf sind. Die Verkleidung des Helis ist aufgeklappt und drei Mechaniker turnen um ihn herum. Der Riddler kommt und sagt, es wäre repariert, aber wir sollten mit Dave fliegen, der in fünf Minuten landet. „Super Dave will take you to Lukla“. Charlotte will wissen, ob Eric bei der National Geographic Serie „Everest Mountain Rescue“ dabei war, was er verneint. Da landet Capt. Dave Peel und wir rennen zum Hubschrauber. „Hop in, guys, quick“, es ist 16.25h. „Keep seat belt fastened at all times“, ruft er, dann hebt das Ding tatsächlich ab. Wir sehen einen Teil von Kathmandu aus der Luft, die größte Shiva-Statue der Welt und einen goldenen Buddha mitten im Wald. Als wir uns dem Himalaya nähern, dunkelt es und es ist wolkig. Nach 40 Minuten kommt Lukla in Sicht, dann sehen wir die Landebahn und um 17.05h setzt Super Dave den Helikopter sicher auf. Auch er bleibt über Nacht, weil er nicht mehr zurückkommt. „Last helicopter, last minute“.

Das Problem an Lukla ist – kommt keiner hin, kommt auch keiner weg. Das bedeutet, dass seit drei Tagen alle in den Hotels und Lodgen hocken und auf Wetterbesserung warten. Dennoch hat Pemba ein Zimmer im Hotel Numbur für uns organisiert, weil wir ja für eine Übernachtung in Phakding eingeplant waren. Ich frage ihn, wie er das gemacht hat: „You need connections and power“. Ich möchte nicht wissen, was Power in Nepal bedeutet. Im Hotel gibt es Tee und Dal Bhat und die Stimmung im Speisesaal ist gut, was aber mehr an der japanischen und holländischen Gruppe liegt, die ihren Trek erfolgreich beendet haben.

Nur mit unseren Klamotten am Leib legen wir uns auf Matratzen mit Rosenmuster und decken uns zu. „Luggage comes tomorrow, no problem“, meinte Pemba. Die Schlafsäcke sind in Kathmandu, wo es 25 Grad hat, hier im Zimmer hat es max. 5. Klaus findet es gut und mir ist es in diesem Moment fast egal. Morgen geht es nach Phakding.

Pemba Sherpa

Am Dienstag vor dem geplanten Abflug nach Lukla treffen wir Pemba zum ersten Mal im Hotel Moonlight. Mane, der mit Ines und Bijay die Agentur leitet, bringt ihn mit. Keine Ahnung, ob mein Gesichtsausdruck (völlig unabsichtlich) Verwunderung ausdrückt, aber Mane stellt Pemba mit den Worten vor: „This is Pemba. He‘s young but good“. Klaus kontert galant: „We are old but good“.

Mane erklärt uns die Tour, es gäbe vier Herausforderungen: den Anstieg nach Namche Bazar, den Anstieg nach Thame, den Anstieg nach Tengboche und die Nacht in Dingboche auf 4.400m. Wenn immer es ein Problem gäbe, sei Pemba unser Mann. 

Während wir am Mittwoch in voller Montur zur Fahrt an den Flughafen angetreten sind, kommt Pemba pünktlich um 4.45h in einer kurzen, grauen Bermuda und grauen Sneakers, die auch zuhause stehen könnten. Er trägt ein T-Shirt der Trekkingagentur und eine Fleecejacke, die uns selbst als Midlayer zu dünn wäre. Er ist unser Guide, er wird es schon wissen.

Nachdem wir in Kathmandu stundenlang im Terminal herumhocken, frage ich Pemba wie er zum Trekking kam. Mane hat ihn mit 16 Jahren gefragt, sie sind wohl irgendwie miteinander verwandt. Ein Jahr war er dann Träger, dann kam er bei verschiedenen Expeditionen ins Küchenteam, heute ist er meist Guide. 

Pemba (bedeutet Samstag) ist 25, verheiratet, und hat einen Sohn Sonam (bedeutet Montag). Er wohnt in Kathmandu und da seine Frau Amrita im Moment nicht arbeitet, ist er allein für den Lebensunterhalt verantwortlich. „If I don‘t work, there are economical problems“. Was er denn mache, wenn er nicht mit uns im Khumbu wandert?“, frage ich.

Es sprudelt aus ihm heraus, was er schon alles gemacht hat. Daulaghiri Base Camp und 2015 hat er am Everest das Base Camp mit aufgebaut und war vor Ort, als das Erdbeben die Lawine vom Pumori losgetreten hat. Während der Monsunzeit ist er in Tibet am Mt. Kailash und irgendwann zwischen Tibet und Nepal kocht er in Indien in Bihar Boudhgaya, dem Ort, wo Buddha unter einem Baum Erleuchtung fand. Ich frage ihn nach seinem höchsten Berg, den er schon bestiegen hat. „Mera Peak, but no mountain, only peak“. Der Mera Peak ist 6.500m hoch!

Für die nächsten 12 Tage organisiert Pemba als Guide unseren Weg, unsere Unterkunft, unser Essen, das Wifi, das heiße Wasser usw. und beantwortet sämtliche Fragen über unseren Trek. Ich frage ihn, wie lange im Jahr er von seiner Familie getrennt ist und er antwortet: „Ten months“.

Die gleiche Welt?!

Knapp eine Woche sind die Männer jetzt in Nepal. Uns trennen 6.688,70 km Luftlinie, knappe 12 Flugstunden und 3 Stunden und 45 Minuten Zeitverschiebung. Sooft ich mir auch Smartphones und Internet schon auf den Mond gewünscht habe, (wenn ich den Kindern unter deren massiven Protest beides entzogen habe), so sehr bin ich jetzt dankbar dafür Nepal in Echtzeit miterleben zu können. Ein kleiner Zwischenbericht.

Tag 1:

Nach der Landung in Kathmandu und der ersten Nacht im Hotel vor Ort ist ein bisschen Zeit, die neue Umgebung zu erkunden, auf verschiedene Art und Weise.

Tag 2:

Nach der kurzen Akklimatisierung geht es mit dem Auto halsbrecherisch zur Navodaya Chepang-Schule. Ein sehr herzlicher Empfang macht die Strapazen der Anreise wieder wett. Auch hier sind die Fortbewegungsmittel anders als wir sie kennen 🙂

Tag 3 bis 5:

Die Kinder, die Lebensbedingungen und die Natur hinterlassen tiefgehende Eindrücke…

Dann geht es zurück nach Kathmandu.

Tag 6:

Der Tag beginnt mit Kaffee und der Reiseplanung mit dem Sherpa für die Khumbu-Tour. Die Nacht war….laut :-), die holzfällerische Schwerstarbeit merkt man unseren geliebten Männern bei bester Chat-Laune am Morgen nicht an. Schon um 6 Uhr warten 40 ungelesene Nachrichten auf meinem Display. Um 12 Uhr sind es nochmal so viele. Reden sie sonst auch soviel? Egal, ich freue mich über jedes Bildchen aus der anderen Welt, denn es ist anders, aufregend, geheimnisvoll…und es geht ihnen gut, sie erkunden Kathmandu und haben einen tollen Tag. Morgen klingelt um 3:45 Uhr der Wecker. Zeit für den zweiten Teil der Reise…

 

 

 

 

Auf dem Weg zur Chepang-Schule

Wir werden um 8 Uhr von Ines im Hotel begrüßt, kurz danach kommt Robin, unser Fahrer. Das Auto ist ein Skoda Rapid und sieht sehr ordentlich aus. Zehn Minuten später verlassen wir Thamel und machen uns auf den Weg zur berüchtigten Ring Road, die wir kurz kreuzen und dann Richtung Pokhara auf den Prithvi Highway verlassen wollen. Bald verändert sich das Stadtbild, der Grad der Verschmutzung und die Art des Wohnens. Die Hauptstadt Kathmandu hat also auch Rückseiten. Die letzte Straße vor der Ring Road ist nicht geteert, der blanke Boden hat knöcheltiefe Rillen und wir kommen nur im Schritttempo voran. Rechts und links wird gewohnt, gearbeitet, gekauft und gekocht und das meist auf dem Boden. Die Zustände sind für mich als Europäer kaum vorstellbar und ich frage Robin, ob das noch die Nachwirkungen des Erdbebens von 2015 sind. „No, always like this“.

Der Prithvi Highway begrüßt uns mit Bussen und LKW. Lokale Busse, Touristenbusse und Überlandbusse nach Pokhara, Bhairahawa oder Lumbini. Es staubt und stinkt nach Diesel. Ich witzele mit Klaus über die Euro 6 Diskussion in Deutschland. What the f**k!? Die LKW sind meist von Tata, immer bunt bemalt und recht protzig. Auf den Stoßstangen steht Road King, Hiway Star oder Speed Limit. Selten sieht man First Love oder Broken Heart…für Romantik ist halt wenig Platz. Nach knapp 90 Minuten haben wir das Ende des Kathmandutals erreicht und beginnen mit dem Abstieg durch das nepalesische Mahabharatgebirge in Richtung Terai.

Es gibt auch in Europa Serpentinenstraßen und die Kehren hier sind nicht mal übermäßig eng, so dass es recht zügig weitergeht. Robin überholt und wird überholt, meist von Jeeps oder Zweirädern, die die Lücken gekonnt nutzen. Manchmal überholt auch ein Bus, der dann vor der Kehre noch schnell einfädelt. Robin bleibt ruhig, lächelt. Auch, als uns nach der Kehre zwei LKW entgegenkommen – nebeneinander. Robin fährt ruhig weiter, der LKW schert kurz vor uns auf seine Spur. Aufgeblendet wird nur, wenn der Abstand unter zwei Meter liegt. Motorräder huschen vorbei, mit und ohne Helm, zu zweit oder zu dritt, manchmal auch mit Kind dazwischen…living on the fast lane. Komischerweise spüre ich bei all diesem Chaos keine Aggression bei den Verkehrsteilnehmern, wie ich sie aus Deutschland kenne. Eher habe ich das Gefühl, man kümmert sich um einander und gönnt dem Gegenverkehr das gewagte Manöver. Und wenn es besser war als das eigene, wird auch mal gebremst.

Die grünen Berge ragen steil nach oben und wir passieren den Ort Dhading, der mir von meinen Chepangrecherchen bekannt vorkommt. Einige Kinder der Chepangschule kommen zu den Ferien mit dem Bus hierher und laufen dann den Rest nach Hause…bis zu sechs Stunden den direkten Weg nach oben. Die Fahrt nach Dhading war schon ein Abenteuer, aber dann noch diese Hänge erklimmen…nein, danke.

Ich frage Robin nach Schäden nach dem Erdbeben. „Only little damage here“. Das klingt gut bis auf dem Abschnitt nach Phisling auf einmal Schlaglöcher auftauchen, die die Abfahrt zum Slalom werden lassen. Robin macht das gut bis auf das letzte Loch, das er übersieht. Es ruckelt, wir verlieren kurz an Höhe, dann der Schlag durch den Reifen, die Felge, den Stoßdämpfer und die Karosserie. Autsch. In Deutschland würden wir sofort halten, den Reifen auf Sichtschäden überprüfen, die Felge bejammern und einen Termin in der Werkstatt machen. Ich schaue zu Robin und er lächelt: „Hole“.

In Kurintar zieht ein Hauch von Hollywood vorbei. Weiße Werbetafeln von Ncell und CitizensBank stehen unterhalb einer österreichischen Seilbahn im grünen Hang. Die Seilbahn führt zum Hindutempel Manakamana, der früher nur durch eine 3-4 stündige Wanderung erreicht werden konnte. Jetzt geht es in 15 Minuten steil bergauf. Oben wartet die Göttin Baghwati und erfüllt jungen Paaren ihre Wünsche. Meist ist es nur einer – ein Junge.

Rechts und links der Straße wohnen Nepali in allem was aus Ziegel, Wellblech und Holz zu bauen ist. Bunte Kioske und Restaurants wechseln sich mit Motorradwerkstätten, Metzgern und sonstigen Läden und Dienstleistungen ab. Ab zu mal ein Hotel, das in Europa nicht unbedingt als solches erkennbar wäre. Ein buntes Sammelsurium an Werbeschildern am staubigen Straßenrand. Cola, Pepsi, Tuborg und Ruslan Wodka. Rot, blau, grün und blau. Vier Getränke scheint es in Nepal zu geben und Tuborg läuft Cola den Rang ab. Ich frage Robin, ob es auch Nepali Bier gibt? „Nepal Ice Beer“, antwortet er. „Is it good?“. „Little okay“ sagt er, aber er lächelt nicht.

Irgendwann folgen wir dem Fluss Trishuli, der aber erst imposant wird, als der Marsyangdi oder der Gandaki aus dem Annapurnagebiet dazukommen. Ein Raftingparadies für Kurztouren über ein und zwei Tage. Bunte Zelte stehen am Ufer für die, die nicht in den Raftingressorts wohnen.

Nach gut fünf Stunden sind die Berge verschwunden und nur der Fluss ist übrig. Wir sind in Bharatpur und von dort sind es noch knapp 30 Minuten bis zum eigentlichen Ziel der Reise – der Navodaya School für Chepangkinder.

Abflug!

Schnell die letzten Teile von der Wäscheleine gerissen und in den verbleibenden Hohlraum im Rucksack gestopft….betriebsames Treiben bestimmt unseren Morgen. Heute ist der Tag, auf den wir alle so lange hingefiebert haben. Dabei hat alles  angefangen wie immer:

  • 6:30 Uhr Frühstück mit 3 schlaftrunkenen Schulkindern, die sich wortkarg und mit nur halb geöffneten Augen eine Nussnougatcreme-Stulle in den Mund stopfen. Ein Viertel Liter Milch spült es nahezu unzerkaut hinunter. Hinweise wie „Der Papa fliegt ja heute nach Nepal…“ bleiben unkommentiert.
  • 7:00 Uhr „Tschau“ – ich lerne: Männer, auch kleine, brauchen unter sich auch beim Abschied nur wenig Worte.
  • 8:00 Uhr Die letzten Amtshandlungen…ich mische mich nicht ein. Bis zu dem Moment, in dem er sagt: „Ach Schatzi, ich bräuchte noch ….“ (als hätte ich’s nicht gewusst 😉 )
  • 9:00 Uhr Die Zeit wird knapp, die letzten kurzfristigen Entscheidungen über „was brauch‘ ich“ und „was brauch‘ ich nicht“ werden getroffen. Für alles mit „Brauch‘ ich“-Status wird eine Lücke im Rucksack gefunden – oder noch eine App heruntergeladen.
  • 9:55 Uhr Trombose-Strümpfe für den Flug – kann man(n) tragen…
  • 10:00 Uhr Abfahrt nach München, aaaaaaahhhh….ber vorher nochmal kurz zurück den Impf-Pass holen.
  • 12:00 Uhr Ankunft der aufgekratzten Reisetruppe am Münchner Flughafen. Die Gepäck-Waage registriert exakt 19,9kg. Da hätte das zweite Pärle (schwäbisch für „Paar“, Anm. d. R.) Socken doch noch rein gepasst…
  • 13:00 Uhr Boarding…zuvor noch Kiss & Drop – und ein letzter Blick zurück für die Daheimbleibenden. Gute Reise, ihr Lieben 🙂

Abflug 1

  • 14:40 Uhr Abflug! Beim Stöbern im bayerischen Deko-Shop auf dem Flughafengelände sind wir Daheimgebliebenen uns einig: endlich geht’s los und das Planen, Denken, Befürchten und Vorfreuen hat ein Ende. Jetzt kommt das Erleben.

Dann, um 5:05 Uhr heute morgen zwitschert mir ein frühes Vögelchen: guter Flug, gut gelandet und phantastische Aussicht auf einen aufregenden neuen Tag!

Nepal Ankunft

Nepal, wir kommen!