Die Frage nach dem Warum

Warum Nepal? Ich bin weder ein großer Wanderer noch ein fleißiger Spaziergänger und die Euphorie, wenn es an die jährliche Urlaubsplanung geht, muss von der besten Ehefrau der Welt regelmäßig befeuert werden. Vielleicht liegt es daran, dass ich beruflich in den letzten 30 Jahren das Privileg hatte, viel reisen zu dürfen. Australien, Neuseeland, Südafrika, USA…Island, Skandinavien, Baltikum…wieviele europäische Hauptstädte fehlen noch? Rom…dann muss ich schon überlegen.

Was bleibt? Südamerika? Nein. Russland? Kaum. Der mittlere Osten? Israel oder die Emirate vielleicht. Japan? Unwahrscheinlich. Baden auf Bali? Nö. Tee in Thailand? In Bangkok bin ich mal gelandet…

Warum Nepal? Die kurze Antwort lautet: weil an Klaus‘ Geburtstag ein Glas Wein zum anderen kam und er sich ein paar Tage danach noch immer daran erinnerte. „Inspirierend und visionär“, nannte er die Idee nach Nepal zu gehen.nepal bridge

Diese beiden Adjektive wären mir eher nicht eingefallen. Raus aus der Komfortzone, mal wieder ein Visum beantragen, ein bisschen „Ich bin dann mal weg“ – alles Gründe mit mehr Bodenhaftung, zumal wir in der glücklichen Lage sind, diese Reise durchorganisiert antreten zu können und nicht mit 50 Rupien im nepalesischen Niemandsland nach einer Unterkunft suchen müssen.

Komischerweise sind aber viele Reaktionen auf diese Reise durchaus inspirierend: “Das wäre nicht meine Reise, aber ich verstehe, warum ihr das macht.“ oder „Vor zehn Jahren wäre ich noch mit.“ oder “Ich hatte diese Idee auch, fand aber niemanden, der mitging.“. Gibt es Gelegenheiten, die nie mehr wiederkommen? Einen Zeitpunkt, den man nicht verpassen darf? Kann es sein, dass das Leben nicht wartet?

Vor die Frage gestellt, ob wir die Chepang-Schule mit Flugzeug oder per Auto erreichen wollen, antwortete Klaus: (…) aber ich hätte spontan gesagt, es ist immer gut, wenn die Seele im Tempo mitkommt, deshalb wären ganz spontan die 6 Stunden Countryside mein Favorit. Was meinst Du? Immerhin wäre das unsere erste Überlandfahrt in Nepal und zum Eintauchen in Land und Leute vermutlich die intensivere Variante.

Das war die lange Antwort.

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